# Änderungen ## V1 — Release Candidate 3, 17. August 2026 Behebt [Issue #1](https://git.jfritzsche.de/jf/syncova-backup/issues/1): Die Einrichtung brach ab, wenn das Repository unter `/tmp` liegen sollte. - **Ein flüchtiger Ablageort wird abgelehnt** — `/tmp`, `/var/tmp`, `/dev/shm`, `/run` und jedes tmpfs. `systemd-tmpfiles` räumt dort auf, ein tmpfs ist nach einem Neustart leer: Die Sicherungen verschwänden von selbst, ohne Meldung, bis jemand sie braucht. Geprüft wird **vor** der Datenbankeinrichtung, damit ein unbeaufsichtigter Lauf in Sekunden scheitert statt nach Minuten. Für Wegwerf-Umgebungen: `SYNCOVA_SETUP_ALLOW_VOLATILE_REPOSITORY=ja` — dann weicht `PrivateTmp`, sonst könnte der Dienst nicht starten. - **Der Abbruch zeigt jetzt den Grund.** Kommt der Dienst nicht hoch, liefert `setup.sh` die letzten Journalzeilen gleich mit und erklärt `226/NAMESPACE`. Vorher verwies er nur auf `journalctl` — und beim Rückbau war der Dienst dann schon weg. ## V1 — Release Candidate 2, 17. August 2026 Ergänzt gegenüber `rc1`: - **`diagnose.sh`** liegt jetzt im Paket und wird von `setup.sh` und `update.sh` nach `/opt/syncova/diagnose.sh` gelegt. Es sammelt in einem Zug, was für eine Fehlersuche gebraucht wird — Fassungen, Dateisystem des Repositorys, Schemastand, letzte nicht erfolgreiche Läufe mit Fehlercode und Fehlerklasse, gemessene Durchsetzungsstufe. Es liest nur und entfernt Geheimnisse aus jeder Ausgabe. - **Fehlervorlage** unter `.gitea/ISSUE_TEMPLATE/`. Zwei Korrekturen, beide beim Erproben gefunden: - **PostgreSQL 15 genügt.** Die Anleitung verlangte 17; Debian 12 liefert 15, und darauf lief alles bis zum echten Sicherungslauf. `setup.sh` prüft die vorgefundene Fassung jetzt und lehnt ältere als 15 ab, statt sie stillschweigend zu nehmen. - **`SYNCOVA_ADMIN_PASSWORD` gibt es nicht.** Die Anleitung nannte diese Umgebungsvariable; das Passwort kommt über die Standardeingabe. Korrigiert. `rc1` bleibt abrufbar, ist aber überholt. ## V1 — 14. August 2026 Die erste Fassung. Sie sichert Dateisysteme unter Linux und Windows sowie Gäste eines Proxmox-VE-Verbunds, prüft die Wiederherstellbarkeit und weist sie nach. ### Was sie kann **Sichern und Wiederherstellen.** Inhaltsabhängige Blockfindung, Deduplizierung auch über verschlüsselte Bestände hinweg, zstd, AES-256-GCM, Streaming-Pipeline mit Gegendruck. Zusatzsicherungen tragen ein vollständiges Manifest — ein Restore liest genau eine Datei, es gibt keine Kette aufzulösen. Wiederherstellung mit Vorabprüfung, Prüfpunkt und Fortsetzung nach Abbruch. **Ein Repository, das ohne die Anlage auskommt.** Inhaltsadressierte Blöcke, atomares Commit-Protokoll, Katalogaufbau allein aus den Manifesten. Fällt der Control-Server samt Datenbank aus, lässt sich beides aus dem Repository zurückholen. **Vertrauen wird nachgewiesen, nicht behauptet.** Fünf Prüfarten bis zum tatsächlichen Wiederherstellungstest, eine Einstufung, die nur mit durchgeführtem Test auf `recoverable` steigt, und eine Bewertung, in die Unbekanntes niemals als gut eingeht. **Löschschutz mit gemessener Durchsetzungsstufe.** Was das Betriebssystem nachweislich verhindert, wird gemeldet — nicht, was die Einstellung verspricht. Dazu Legal Hold, Fristverlängerung ohne Verkürzungsmöglichkeit und Aufbewahrungsregeln. **Oberfläche, Kennzahlen, Meldungen, Berichte, Security Center** und eine Ransomware-Heuristik, die meldet und niemals selbst handelt. ### Was sie ausdrücklich nicht kann - **Kapazitätsprognose.** Die Kennzahl erscheint mit Begründung statt mit einer Null. - **Kopie an einen zweiten Ort (Backup Copy).** Nicht umgesetzt; das Security Center führt den Bereich als ungeprüft und rechnet ihn nicht ein. - **Changed Block Tracking bei Proxmox.** Proxmox gibt geänderte Blöcke nicht über die REST-API heraus. Eine Zusatzsicherung eines Gasts spart deshalb Platz, aber keine Lesezeit. - **Erweiterte Attribute, POSIX-ACLs und SELinux-Kontexte.** Gehen bei einer Sicherung verloren. - **Harte Verknüpfungen** werden aufgelöst: Der Inhalt kommt vollständig zurück, die Verknüpfung nicht. - **VMware, Hyper-V, Kubernetes, M365, Object Storage, Synthetic Full.** Nicht Teil dieser Fassung. ### Was gebaut, aber nicht auf echter Hardware gefahren wurde Diese Punkte sind vollständig umgesetzt und gegen Nachbauten geprüft. Was fehlt, ist die Ausführung auf der jeweiligen Plattform — und bis dahin gelten sie nicht als freigegeben: - **Der Windows-Dienst.** Er übersetzt für Windows und ist `vet`-sauber, wurde aber nie geladen. Der Kommandozeilenweg und die gesamte Auftragsausführung sind plattformunabhängig nachgewiesen. - **Die systemd-Einheit.** Inhaltlich korrigiert, nie auf einem Linux-System geladen. - **Proxmox.** Entdecken, Sichern, Prüfen und bitgenaues Zurückschreiben laufen durch — gegen einen Nachbau der API. **Ob eine wiederhergestellte Maschine startet, ist ungeprüft.** - **Der SSH-Zugriffsweg auf Proxmox-Knoten.** Die Fingerabdruckprüfung ist getestet, eine echte Verbindung gab es nie. ### Einrichtung, Aktualisierung, Entfernung Das Linux-Paket bringt drei Skripte mit: - **`setup.sh`** richtet eine Anlage vollständig ein — PostgreSQL auf Wunsch mit, Dienstkonto, Schlüssel, Schema, erster Administrator, gehärtetes Repository, systemd-Einheit. Bricht ein Schritt ab, wird zurückgebaut, was dieser Lauf angelegt hat; Vorgefundenes bleibt unangetastet. - **`update.sh`** sichert **zuerst** Datenbank und Konfiguration, hält den Dienst an, tauscht die Programme, migriert mit der neuen Fassung und startet. Kommt der Dienst danach nicht hoch, holt es die vorige Fassung zurück. Repository und Verschlüsselungsschlüssel werden nie angefasst. - **`uninstall.sh`** entfernt standardmäßig **nur** Dienst und Programme. Datenbank, Repository und Konfiguration bleiben liegen; jede dieser drei Löschungen verlangt ein wörtlich getipptes Bestätigungswort an einem Terminal. ### Eingefrorene Verträge Ab dieser Fassung sind API (102 Endpunkte), Migrationen, Backup-Format und Repository-Protokoll festgeschrieben. Jede Abweichung schlägt in einer Prüfung an; Einzelheiten in `docs/release-candidate.md`. ### Bekannte Grenzen - Das Manifest liegt vollständig im Speicher — rund 200 Byte je Blockverweis, also etwa 1,5 GiB bei 10 TB Quelldaten. - Bei vielen kleinen Dateien begrenzt `fsync` den Durchsatz auf rund 100 Dateien je Sekunde. Das ist der Preis des Commit-Protokolls und kein Fehler. - Weitergeleitete IP-Header werden ignoriert; hinter einem Reverse Proxy steht im Auditprotokoll dessen Adresse.