syncova-backup/CHANGELOG.md
Jerrit Fritzsche 0c5a106a83
Some checks failed
CI / Backend (Go) (push) Failing after 31s
CI / Frontend (React/TypeScript) (push) Successful in 33s
CI / Sicherheitsprüfungen (push) Successful in 24s
setup.sh, update.sh und uninstall.sh
Drei Betriebsskripte fuer Linux, im Auslieferungspaket neben den Programmen.

setup.sh richtet eine Anlage vollstaendig ein: PostgreSQL auf Wunsch mit
(apt/dnf/yum/zypper/pacman), Dienstkonto, Verschluesselungsschluessel, Schema,
erster Administrator, gehaertetes Repository, gehaertete systemd-Einheit. Jeder
Schritt vermerkt, was er angelegt hat; bricht der Lauf ab, wird genau das
zurueckgebaut und nichts sonst. Eine bestehende Installation wird nicht
ueberschrieben — dafuer gibt es update.sh, und der Unterschied ist, dass ein
Update vorher sichert.

update.sh haelt die Reihenfolge ein, um die es geht: sichern, anhalten,
tauschen, migrieren, starten, pruefen. Kommt der Dienst danach nicht hoch, holt
es die vorige Fassung zurueck. Ohne pg_dump wird gar nicht erst begonnen — ohne
Sicherung gibt es nach einer misslungenen Migration keinen Weg zurueck.
Repository und Verschluesselungsschluessel bleiben unberuehrt.

uninstall.sh entfernt standardmaessig NUR Dienst und Programme. Datenbank,
Repository und Konfiguration bleiben liegen; jede dieser Loeschungen verlangt
ein woertlich getipptes Bestaetigungswort an einem Terminal. Ein
Deinstallationsskript, das nebenbei die Backups mitnimmt, vernichtet genau das,
wofuer jemand jahrelang Speicher bezahlt hat.

Gegen Debian 12 im Container gefahren — Installation, Anmeldung, Repository
eingetragen, Loeschschutz gemessen (advisory auf overlayfs, richtig), echter
Sicherungslauf, Update mit unveraendertem Bestand, beide Abbauarten.

Drei Fehler dabei gefunden und behoben, alle derselben Art:

- "tr </dev/urandom | head -c 32" und "psql | grep -q": Der frueh geschlossene
  Pipe schickt dem Schreiber SIGPIPE, und mit "set -o pipefail" bricht das
  Skript mitten in der Einrichtung ab, ohne erkennbaren Grund.
- update.sh las die laufende Fassung mit "grep -o" aus der Antwort von
  /health/ready. Die enthaelt gar kein Versionsfeld; grep endet mit 1, und das
  Skript nahm ein GELUNGENES Update wieder zurueck — wegen einer Zeile, die nur
  der Ausgabe dient.

Dazu: SYNCOVA_ADMIN_PASSWORD stand in der Doku und existiert nicht — das
Passwort kommt ueber die Standardeingabe. Und "syncova-repo break-lock" fehlte
zwar nicht mehr, aber der Test auf die Uebereinstimmung der drei Skripte ist
neu: Drei Skripte, die sich ueber den Installationsort uneinig sind, ergeben
eine Anlage, die sich nicht mehr entfernen laesst.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-17 15:33:41 +02:00

99 lines
4.6 KiB
Markdown

# Änderungen
## V1 — 14. August 2026
Die erste Fassung. Sie sichert Dateisysteme unter Linux und Windows sowie
Gäste eines Proxmox-VE-Verbunds, prüft die Wiederherstellbarkeit und weist sie
nach.
### Was sie kann
**Sichern und Wiederherstellen.** Inhaltsabhängige Blockfindung, Deduplizierung
auch über verschlüsselte Bestände hinweg, zstd, AES-256-GCM, Streaming-Pipeline
mit Gegendruck. Zusatzsicherungen tragen ein vollständiges Manifest — ein
Restore liest genau eine Datei, es gibt keine Kette aufzulösen. Wiederherstellung
mit Vorabprüfung, Prüfpunkt und Fortsetzung nach Abbruch.
**Ein Repository, das ohne die Anlage auskommt.** Inhaltsadressierte Blöcke,
atomares Commit-Protokoll, Katalogaufbau allein aus den Manifesten. Fällt der
Control-Server samt Datenbank aus, lässt sich beides aus dem Repository
zurückholen.
**Vertrauen wird nachgewiesen, nicht behauptet.** Fünf Prüfarten bis zum
tatsächlichen Wiederherstellungstest, eine Einstufung, die nur mit
durchgeführtem Test auf `recoverable` steigt, und eine Bewertung, in die
Unbekanntes niemals als gut eingeht.
**Löschschutz mit gemessener Durchsetzungsstufe.** Was das Betriebssystem
nachweislich verhindert, wird gemeldet — nicht, was die Einstellung verspricht.
Dazu Legal Hold, Fristverlängerung ohne Verkürzungsmöglichkeit und
Aufbewahrungsregeln.
**Oberfläche, Kennzahlen, Meldungen, Berichte, Security Center** und eine
Ransomware-Heuristik, die meldet und niemals selbst handelt.
### Was sie ausdrücklich nicht kann
- **Kapazitätsprognose.** Die Kennzahl erscheint mit Begründung statt mit einer
Null.
- **Kopie an einen zweiten Ort (Backup Copy).** Nicht umgesetzt; das Security
Center führt den Bereich als ungeprüft und rechnet ihn nicht ein.
- **Changed Block Tracking bei Proxmox.** Proxmox gibt geänderte Blöcke nicht
über die REST-API heraus. Eine Zusatzsicherung eines Gasts spart deshalb
Platz, aber keine Lesezeit.
- **Erweiterte Attribute, POSIX-ACLs und SELinux-Kontexte.** Gehen bei einer
Sicherung verloren.
- **Harte Verknüpfungen** werden aufgelöst: Der Inhalt kommt vollständig
zurück, die Verknüpfung nicht.
- **VMware, Hyper-V, Kubernetes, M365, Object Storage, Synthetic Full.** Nicht
Teil dieser Fassung.
### Was gebaut, aber nicht auf echter Hardware gefahren wurde
Diese Punkte sind vollständig umgesetzt und gegen Nachbauten geprüft. Was fehlt,
ist die Ausführung auf der jeweiligen Plattform — und bis dahin gelten sie
nicht als freigegeben:
- **Der Windows-Dienst.** Er übersetzt für Windows und ist `vet`-sauber, wurde
aber nie geladen. Der Kommandozeilenweg und die gesamte Auftragsausführung
sind plattformunabhängig nachgewiesen.
- **Die systemd-Einheit.** Inhaltlich korrigiert, nie auf einem Linux-System
geladen.
- **Proxmox.** Entdecken, Sichern, Prüfen und bitgenaues Zurückschreiben laufen
durch — gegen einen Nachbau der API. **Ob eine wiederhergestellte Maschine
startet, ist ungeprüft.**
- **Der SSH-Zugriffsweg auf Proxmox-Knoten.** Die Fingerabdruckprüfung ist
getestet, eine echte Verbindung gab es nie.
### Einrichtung, Aktualisierung, Entfernung
Das Linux-Paket bringt drei Skripte mit:
- **`setup.sh`** richtet eine Anlage vollständig ein — PostgreSQL auf Wunsch
mit, Dienstkonto, Schlüssel, Schema, erster Administrator, gehärtetes
Repository, systemd-Einheit. Bricht ein Schritt ab, wird zurückgebaut, was
dieser Lauf angelegt hat; Vorgefundenes bleibt unangetastet.
- **`update.sh`** sichert **zuerst** Datenbank und Konfiguration, hält den
Dienst an, tauscht die Programme, migriert mit der neuen Fassung und startet.
Kommt der Dienst danach nicht hoch, holt es die vorige Fassung zurück.
Repository und Verschlüsselungsschlüssel werden nie angefasst.
- **`uninstall.sh`** entfernt standardmäßig **nur** Dienst und Programme.
Datenbank, Repository und Konfiguration bleiben liegen; jede dieser drei
Löschungen verlangt ein wörtlich getipptes Bestätigungswort an einem
Terminal.
### Eingefrorene Verträge
Ab dieser Fassung sind API (102 Endpunkte), Migrationen, Backup-Format und
Repository-Protokoll festgeschrieben. Jede Abweichung schlägt in einer Prüfung
an; Einzelheiten in `docs/release-candidate.md`.
### Bekannte Grenzen
- Das Manifest liegt vollständig im Speicher — rund 200 Byte je Blockverweis,
also etwa 1,5 GiB bei 10 TB Quelldaten.
- Bei vielen kleinen Dateien begrenzt `fsync` den Durchsatz auf rund 100 Dateien
je Sekunde. Das ist der Preis des Commit-Protokolls und kein Fehler.
- Weitergeleitete IP-Header werden ignoriert; hinter einem Reverse Proxy steht
im Auditprotokoll dessen Adresse.