syncova-backup/CHANGELOG.md
Jerrit Fritzsche a37631c501
Some checks failed
CI / Backend (Go) (push) Failing after 32s
CI / Frontend (React/TypeScript) (push) Successful in 35s
CI / Sicherheitsprüfungen (push) Successful in 24s
Fehler #1: Repository unter /tmp macht den Dienst startunfaehig
Gemeldet wurde ein Abbruch der Einrichtung mit "Der Dienst meldet sich nicht als
betriebsbereit". Der Diagnosebericht enthielt die Ursache woertlich:

  syncova-api.service: Failed to set up mount namespacing:
      /tmp/syncova-repository: No such file or directory
  status=226/NAMESPACE

Die Diensteinheit setzt PrivateTmp=yes. Der Dienst bekommt damit ein eigenes
/tmp, und der in ReadWritePaths genannte Ablageort existiert in seiner Sicht
nicht — systemd bricht ab, bevor das Programm ueberhaupt laeuft.

Der technische Fehler ist der kleinere. Der groessere ist, dass setup.sh einen
Ablageort unter /tmp ueberhaupt angenommen hat: systemd-tmpfiles raeumt dort
regelmaessig auf, und auf einem tmpfs ist nach einem Neustart nichts mehr da.
Ein Backupsystem, das jede Nacht Erfolg meldet und keine Daten hat, ist
schlimmer als gar keines.

Deshalb:

- Fluechtige Ablageorte werden abgelehnt: /tmp, /var/tmp, /dev/shm, /run und
  jedes tmpfs oder ramfs. Geprueft wird VOR der Datenbankeinrichtung — ein
  unbeaufsichtigter Lauf scheitert damit in Sekunden statt nach Minuten und
  einem Rueckbau.
- SYNCOVA_SETUP_ALLOW_VOLATILE_REPOSITORY=ja laesst es ausdruecklich zu; dann
  wird PrivateTmp abgeschaltet, sonst startet der Dienst nie. Real geprueft:
  Einheit traegt PrivateTmp=no, Dienst laeuft.
- Kommt der Dienst nicht hoch, liefert setup.sh die letzten Journalzeilen gleich
  mit und erklaert 226/NAMESPACE. Der Verweis auf journalctl allein war
  wertlos: Beim Rueckbau ist der Dienst weg, und der Meldende brauchte einen
  zweiten Anlauf, um ueberhaupt zu erfahren, was los war.

Regressionstest vorhanden und als fangend geprueft.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-17 16:14:29 +02:00

6.5 KiB

Änderungen

V1 — Release Candidate 3, 17. August 2026

Behebt Issue #1: Die Einrichtung brach ab, wenn das Repository unter /tmp liegen sollte.

  • Ein flüchtiger Ablageort wird abgelehnt — /tmp, /var/tmp, /dev/shm, /run und jedes tmpfs. systemd-tmpfiles räumt dort auf, ein tmpfs ist nach einem Neustart leer: Die Sicherungen verschwänden von selbst, ohne Meldung, bis jemand sie braucht. Geprüft wird vor der Datenbankeinrichtung, damit ein unbeaufsichtigter Lauf in Sekunden scheitert statt nach Minuten. Für Wegwerf-Umgebungen: SYNCOVA_SETUP_ALLOW_VOLATILE_REPOSITORY=ja — dann weicht PrivateTmp, sonst könnte der Dienst nicht starten.
  • Der Abbruch zeigt jetzt den Grund. Kommt der Dienst nicht hoch, liefert setup.sh die letzten Journalzeilen gleich mit und erklärt 226/NAMESPACE. Vorher verwies er nur auf journalctl — und beim Rückbau war der Dienst dann schon weg.

V1 — Release Candidate 2, 17. August 2026

Ergänzt gegenüber rc1:

  • diagnose.sh liegt jetzt im Paket und wird von setup.sh und update.sh nach /opt/syncova/diagnose.sh gelegt. Es sammelt in einem Zug, was für eine Fehlersuche gebraucht wird — Fassungen, Dateisystem des Repositorys, Schemastand, letzte nicht erfolgreiche Läufe mit Fehlercode und Fehlerklasse, gemessene Durchsetzungsstufe. Es liest nur und entfernt Geheimnisse aus jeder Ausgabe.
  • Fehlervorlage unter .gitea/ISSUE_TEMPLATE/.

Zwei Korrekturen, beide beim Erproben gefunden:

  • PostgreSQL 15 genügt. Die Anleitung verlangte 17; Debian 12 liefert 15, und darauf lief alles bis zum echten Sicherungslauf. setup.sh prüft die vorgefundene Fassung jetzt und lehnt ältere als 15 ab, statt sie stillschweigend zu nehmen.
  • SYNCOVA_ADMIN_PASSWORD gibt es nicht. Die Anleitung nannte diese Umgebungsvariable; das Passwort kommt über die Standardeingabe. Korrigiert.

rc1 bleibt abrufbar, ist aber überholt.

V1 — 14. August 2026

Die erste Fassung. Sie sichert Dateisysteme unter Linux und Windows sowie Gäste eines Proxmox-VE-Verbunds, prüft die Wiederherstellbarkeit und weist sie nach.

Was sie kann

Sichern und Wiederherstellen. Inhaltsabhängige Blockfindung, Deduplizierung auch über verschlüsselte Bestände hinweg, zstd, AES-256-GCM, Streaming-Pipeline mit Gegendruck. Zusatzsicherungen tragen ein vollständiges Manifest — ein Restore liest genau eine Datei, es gibt keine Kette aufzulösen. Wiederherstellung mit Vorabprüfung, Prüfpunkt und Fortsetzung nach Abbruch.

Ein Repository, das ohne die Anlage auskommt. Inhaltsadressierte Blöcke, atomares Commit-Protokoll, Katalogaufbau allein aus den Manifesten. Fällt der Control-Server samt Datenbank aus, lässt sich beides aus dem Repository zurückholen.

Vertrauen wird nachgewiesen, nicht behauptet. Fünf Prüfarten bis zum tatsächlichen Wiederherstellungstest, eine Einstufung, die nur mit durchgeführtem Test auf recoverable steigt, und eine Bewertung, in die Unbekanntes niemals als gut eingeht.

Löschschutz mit gemessener Durchsetzungsstufe. Was das Betriebssystem nachweislich verhindert, wird gemeldet — nicht, was die Einstellung verspricht. Dazu Legal Hold, Fristverlängerung ohne Verkürzungsmöglichkeit und Aufbewahrungsregeln.

Oberfläche, Kennzahlen, Meldungen, Berichte, Security Center und eine Ransomware-Heuristik, die meldet und niemals selbst handelt.

Was sie ausdrücklich nicht kann

  • Kapazitätsprognose. Die Kennzahl erscheint mit Begründung statt mit einer Null.
  • Kopie an einen zweiten Ort (Backup Copy). Nicht umgesetzt; das Security Center führt den Bereich als ungeprüft und rechnet ihn nicht ein.
  • Changed Block Tracking bei Proxmox. Proxmox gibt geänderte Blöcke nicht über die REST-API heraus. Eine Zusatzsicherung eines Gasts spart deshalb Platz, aber keine Lesezeit.
  • Erweiterte Attribute, POSIX-ACLs und SELinux-Kontexte. Gehen bei einer Sicherung verloren.
  • Harte Verknüpfungen werden aufgelöst: Der Inhalt kommt vollständig zurück, die Verknüpfung nicht.
  • VMware, Hyper-V, Kubernetes, M365, Object Storage, Synthetic Full. Nicht Teil dieser Fassung.

Was gebaut, aber nicht auf echter Hardware gefahren wurde

Diese Punkte sind vollständig umgesetzt und gegen Nachbauten geprüft. Was fehlt, ist die Ausführung auf der jeweiligen Plattform — und bis dahin gelten sie nicht als freigegeben:

  • Der Windows-Dienst. Er übersetzt für Windows und ist vet-sauber, wurde aber nie geladen. Der Kommandozeilenweg und die gesamte Auftragsausführung sind plattformunabhängig nachgewiesen.
  • Die systemd-Einheit. Inhaltlich korrigiert, nie auf einem Linux-System geladen.
  • Proxmox. Entdecken, Sichern, Prüfen und bitgenaues Zurückschreiben laufen durch — gegen einen Nachbau der API. Ob eine wiederhergestellte Maschine startet, ist ungeprüft.
  • Der SSH-Zugriffsweg auf Proxmox-Knoten. Die Fingerabdruckprüfung ist getestet, eine echte Verbindung gab es nie.

Einrichtung, Aktualisierung, Entfernung

Das Linux-Paket bringt drei Skripte mit:

  • setup.sh richtet eine Anlage vollständig ein — PostgreSQL auf Wunsch mit, Dienstkonto, Schlüssel, Schema, erster Administrator, gehärtetes Repository, systemd-Einheit. Bricht ein Schritt ab, wird zurückgebaut, was dieser Lauf angelegt hat; Vorgefundenes bleibt unangetastet.
  • update.sh sichert zuerst Datenbank und Konfiguration, hält den Dienst an, tauscht die Programme, migriert mit der neuen Fassung und startet. Kommt der Dienst danach nicht hoch, holt es die vorige Fassung zurück. Repository und Verschlüsselungsschlüssel werden nie angefasst.
  • uninstall.sh entfernt standardmäßig nur Dienst und Programme. Datenbank, Repository und Konfiguration bleiben liegen; jede dieser drei Löschungen verlangt ein wörtlich getipptes Bestätigungswort an einem Terminal.

Eingefrorene Verträge

Ab dieser Fassung sind API (102 Endpunkte), Migrationen, Backup-Format und Repository-Protokoll festgeschrieben. Jede Abweichung schlägt in einer Prüfung an; Einzelheiten in docs/release-candidate.md.

Bekannte Grenzen

  • Das Manifest liegt vollständig im Speicher — rund 200 Byte je Blockverweis, also etwa 1,5 GiB bei 10 TB Quelldaten.
  • Bei vielen kleinen Dateien begrenzt fsync den Durchsatz auf rund 100 Dateien je Sekunde. Das ist der Preis des Commit-Protokolls und kein Fehler.
  • Weitergeleitete IP-Header werden ignoriert; hinter einem Reverse Proxy steht im Auditprotokoll dessen Adresse.